Punktejagd endet im Acker

Flugplatz Ansbach-Petersdorf – Wie hart umkämpft die Segelflug-Bundesliga ist, zeigte sich am vergangenen Wochenende am Flugplatz Petersdorf. Der Aero-Club Ansbach, der in der vergangenen Saison den Aufstieg aus der 2. Bundesliga geschafft hatte, kämpft derzeit gegen 25 Vereine aus ganz Deutschland um wertvolle Punkte.

Um in der Bundesliga konkurrenzfähig zu bleiben, müssen die Piloten jede Wetterchance nutzen. Besonders wichtig sind dabei starke Aufwinde, mit denen hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Doch die Suche nach der optimalen Thermik birgt auch Risiken: Werden die erhofften Aufwinde nicht gefunden, kann ein Flug vorzeitig enden.

So erging es am Wochenende einem Piloten des Aero-Clubs Ansbach. Während eines Wertungsfluges konnte er den benötigten Aufwind nicht mehr lokalisieren und entschied sich deshalb für eine sichere Außenlandung auf einem Acker.

„Sicherheit geht vor Bundesliga“, betonte der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Thomas Kuhn. Er lobte die besonnene Entscheidung des Piloten ausdrücklich. Außenlandungen gehörten zwar grundsätzlich zum Segelflug dazu, erforderten jedoch viel Erfahrung und höchste Konzentration.

Am Wochenende schickte der Aero-Club Ansbach insgesamt sieben Teams auf die Strecke, um wichtige Punkte für die Bundesliga-Wertung zu sammeln. Die anspruchsvollen Flüge führten die Piloten vom Flugplatz Petersdorf in den Thüringer Wald, über das Fichtelgebirge entlang des Bayerischen Waldes bis nach Cham und über Gunzenhausen zurück in die Heimat.

Erfolgreich für den Verein punkteten schließlich Jürgen Schuster, Dr. Thomas Kuhn, das Doppelsitzer-Team Wagner/Dr. Müller sowie Maximilian Gösswein. Mit ihren Leistungen erreichte der Aero-Club Ansbach am Ende einen starken 11. Platz in der Wochenwertung.

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